Die Wirklichkeit ist
kein Ding.
Sie wird.
Die Omnizedenz verbindet omni — alles, das Ganze — mit
Zedenz, einer bewussten Wortbildung aus Transzendenz ohne
trans-. Sie bezeichnet das Ganze nicht als etwas jenseits der Welt,
sondern als den Zusammenhang, der sich in allem Wirklichen vollzieht und mit ihm wird.
Das Ganze ist vollständig, aber nicht fertig. Unterschiede und
Beziehungen entstehen miteinander. Was einem Teil geschieht, verändert den
Zusammenhang des Ganzen. Kein Zustand besitzt das metaphysische Privileg, der
endgültige zu sein.
Omnizedenz ist deshalb kein fertiges System, sondern eine Grammatik des Werdens.
Ein Gedanke, drei Ebenen
Das Werk baut aufeinander auf: eine Ontologie, eine daraus entwickelte Ethik und eine Sprache, in der beides erfahrbar wird. Man kann bei jeder der drei Ebenen anfangen.
Die Omnizedenz
Was ist wirklich? Omnizedenz denkt Wirklichkeit als Werden von Unterschieden in Beziehung — ohne fertigen Endzustand und ohne absolute Getrenntheit.
Ebene II — PraxisResonanzethik
Was soll ich tun? Ethisches Handeln heißt, relationale Spielräume wahrzunehmen, tragfähig zu erhalten und nach Beschädigung wieder Zukunft zu eröffnen.
Ebene III — SpracheSymbolsprache
Wie lässt sich sagen, was Begriffe nicht fassen? Ein Zeichensystem, das Qualitäten verdichtet statt sie zu definieren.
5 Texte, kurz angeteasert
- Die zeitlose Omnizedenz — Kein Ding, sondern ein Herzschlag: die Omnizedenz als schöpferischer Strom hinter allem.
- Kapitel 2 — Kernprinzipien der Resonanzethik — Saha, Palya, Kesh, Kora, Mira — mit Forschungsbezügen und offen benannten Grenzen.
- Zeit und die Omnizedenz — Zeit nicht als Linie, sondern als Resonanzbewegung — zwischen linearer Wahrnehmung, zyklischen Rhythmen und der Ahnung einer tieferen Zeitlosigkeit.
- Schöpfung und Mitschöpfung — Schöpfung als ewiger Puls von Entfaltung und Rückkehr — und der Mensch als bewusster Mitspieler in diesem Tanz.
- Chronoglyphen und der Diskos von Phaistos — Ein Gedankenexperiment: reale Zeichenfolgen eines ungelösten Rätsels als Ausgangspunkt für eine eigene, offen erdachte Symbolsprache — keine Entzifferung.
Im privaten Archiv reifen gerade 6 weitere Texte — sie erscheinen hier, sobald sie so weit sind.
Was sich entfaltet, kreist nicht um seinen Ursprung — es hebt ihn. Omnizedenz — Eine Philosophie des Ganzen im Werden