Omnizedenz
Eine Philosophie von Thomas Peter Küper

Die Wirklichkeit ist
kein Ding.
Sie wird.

Die Omnizedenz verbindet omni — alles, das Ganze — mit Zedenz, einer bewussten Wortbildung aus Transzendenz ohne trans-. Sie bezeichnet das Ganze nicht als etwas jenseits der Welt, sondern als den Zusammenhang, der sich in allem Wirklichen vollzieht und mit ihm wird.

Das Ganze ist vollständig, aber nicht fertig. Unterschiede und Beziehungen entstehen miteinander. Was einem Teil geschieht, verändert den Zusammenhang des Ganzen. Kein Zustand besitzt das metaphysische Privileg, der endgültige zu sein.

Omnizedenz ist deshalb kein fertiges System, sondern eine Grammatik des Werdens.

CHRONA RESO AVI LUME
Symbolisches Feldmodell — kein physikalischer oder ontologischer Bauplan

Drei Zugänge

Ein Gedanke, drei Ebenen

Das Werk baut aufeinander auf: eine Ontologie, eine daraus entwickelte Ethik und eine Sprache, in der beides erfahrbar wird. Man kann bei jeder der drei Ebenen anfangen.

Ebene I — Ontologie

Die Omnizedenz

Was ist wirklich? Omnizedenz denkt Wirklichkeit als Werden von Unterschieden in Beziehung — ohne fertigen Endzustand und ohne absolute Getrenntheit.

Ebene II — Praxis

Resonanzethik

Was soll ich tun? Ethisches Handeln heißt, relationale Spielräume wahrzunehmen, tragfähig zu erhalten und nach Beschädigung wieder Zukunft zu eröffnen.

Ebene III — Sprache

Symbolsprache

Wie lässt sich sagen, was Begriffe nicht fassen? Ein Zeichensystem, das Qualitäten verdichtet statt sie zu definieren.

Was sich entfaltet, kreist nicht um seinen Ursprung — es hebt ihn. Omnizedenz — Eine Philosophie des Ganzen im Werden